Mutti Tuchel legt dem Thomas Käse auf’s Pausenbrot!

“Wenn mein Sohn von Frankfurt nach Mainz reist, so bringt er mehr Kenntnis heim als andere aus Amerika.”

(Catharina Elisabeth Goethe)

Käsestüllchen

Bääh! Heute wieder Käsestüllchen!

Wenn unser aller Mutti einem Minister das volle Vertrauen ausspricht, dann unterschreibt der Bundespräsident schon mal prophylaktisch eine Entlassungsurkunde. Sobald das Management eines Fußballvereins sich voll hinter den eigenen Trainer stellt, wird es sehr eng um den Fortbestand seines Dienstverhältnisses. Sowohl in der Politik als auch im Fußball verläuft der Austausch der Vordenker zumeist in einem wochenlangen Wechselreigen mit den Medien. Die Redaktion der Brigade Pankoff hat ein sensibles Gespür für derart delikate Entscheidungen. Wir hören schon immer das Gras wachsen und legen den Finger bewusst in die Wunde des heutigen Gegners. Wir stellen uns die Frage, mit welchem Hintergedanken sich der durchaus bodenständige und sympathische Christian Heidel als Manager des FSV Mainz 05 eine “Tuchel-Tabelle” angelegt hat. In  dieser Punktetabelle, die mit dem Amtsantritt Tuchels vor viereinhalb Jahren beginnt, belegt der Karnevalsverein nach den in der ersten Liga erzielten Punkten hinter München, Dortmund, Leverkusen und Schalke den fünften Platz. Das wird den gemeinen Mainzer angesichts der Leere im Trophäen-Schrein des eigenen Clubs vielleicht etwas aufmuntern. Wir machen uns jedoch konkrete Sorgen um den Namensgeber dieser Tabelle. Nach den eingangs skizzierten Mechanismen ist es wahrscheinlich, dass mit dieser Lobhudelei der Entlassung dieses gefühlten Weltausnahmetrainers Vorschub geleistet werden soll. Wir steigen vorsichtig in den von Heidel begonnenen Wechselreigen ein und fragen mit einer Prise Weitsicht ganz investigativ: “Ist Thomas Tuchel nach der Niederlage gegen Hertha BSC noch zu halten?”

Die treuen Leser unserer Seiten wissen, dass Trainer-Bashing eigentlich nicht so wirklich unsere Art ist. Wir hätten unsere Frage auch noch gerne eine Woche oder gerne auch sieben Tage zurückgehalten. Der Zeitpunkt ist insoweit ideal, weil jeder Fußball-Manager in Deutschland in dieser Woche sowieso zum Nachdenken über sein trainierendes Personal gezwungen wurde. Kein geringerer als Matthias Sammler – der Pep Gardiola beim FC Bayern eigentlich überflüssig macht – hat just in dieser Woche mit bescheidenen Worten das Erfolgsgeheimnis des FC Bayern preisgegeben. Sammer hat sinngemäß ausgeführt, dass sich der Erfolg beim FC Bayern allein aus dem akribischen Training erklärt, welches eben nur der FC Bayern jeden Tag zeigt. Ein Training nach der Art als würde würde es kein Morgen geben. Diese klare Botschaft an die 53 Minderleister in den drei Bundesligen muss bei diesen zur Erkenntnis führen, dass der Rekordmeister auch mit dem Personal und Budget von Energie Cottbus dank der Sammer-Methode des akribischen Trainings eine Meisterschaft nach der anderen feiern würde. Auf einen Versuch würde sich die Redaktion riesig freuen.

Nach kurzem Nachdenken über das Training der Hertha freuen wir uns, dass die alte Dame seit 2012 auf Jos Luhukay baut. Wir wünschen den Herthanern am heutigen späten Nachmittag viel Erfolg. Die eigenen Tuchel-Statistik der Redaktion zeigt übrigens, dass die Karnevalstreter vom Rhein immer verloren haben, wenn die Mutti ihrem Thomas ein Käsestüllchen in die Brotdose zur Halbzeitpause gepackt hat. Das soll heute wieder so sein. Ha, ho, he. (jö) 

 
Jörsch posted at 2014-3-9 Category: Hertha BSC

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