Lautern erreicht in offener Stellvertretung das Viertelfinale im DFB-Pokal

“Schließ mich, so streng du willst, in tausend Eisen ein, ich werde doch ganz frei und ungefesselt sein.”

(Angelus Silesius)

würfel cube geil 3D“Oh wie ist das schön. Sowas hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön”, skandierte gestern gegen 20.45 Uhr der Gästeblock in der Alten Försterei in Köpenick. Mit René, Marcello und Jungbrigadier Basti ging es zum gemeinsamen Support für die Roten Teufel in die Herzkammer des prominentesten Lokalrivalen der alten Dame. Die Anreise mit der S-Bahn verlief störungsfrei und bis auf ein paar Frotzeleien fühlte man sich auch als Gästefan respektiert. Auch wenn die folgenden Sätze in der Brigade-Pankoff kaum auf Verständnis stoßen dürften, die Redaktion bringt diese Worte trotzdem zu Papier: Chapeau vor den Eisernen. Warum das? Die Alte Försterei ist schon etwas ganz Besonderes im Vergleich zu den durchgestylten Musicaltheatern der etablierten Starensembles. Durch die Nähe zum Spielgeschehen, leidenschaftliche Fans und den Verzicht auf dröge Werbestatements konnten wir den Fußball auf dem Platz authentisch und in vollen Zügen genießen. Danke ihr Eisernen für dieses Gänsehaut-Feeling. Einzig euer Maskottchen wirkt vielleicht etwas blass. Aber genug der Lobhudelei. Das Geschehen des Pokalfights selbst verlief recht einseitig. Die roten Teufel, die ja eigentlich nur aufgrund einer großzügigen Geste der Hauptstadtclubs Nummer 1 – quasi in dessen Vertretung – dieses Achtelfinale im DFB-Pokal erreichten, überzeugten mit einem bärenstarken Auftritt. Herthinho hätte seine wahre Freude am Auftritt der Lautrer gehabt. Die Betzebuben ließen Ball und Gegner laufen und waren sichtbar überlegen. Erst in der zweiten Halbzeit konnte Union durch die Umstellung des Spielsystems für etwa 20 Minuten Druck auf das Gehäuse von Tobias Sippel aufbauen. Lautern attackierte allerdings auch in dieser Phase früh und störte so die Aufbauarbeit der Rosties. Letztlich vertraten die Pfälzer Hertha BSC erfolgreich und gewannen völlig verdient mit 0:3 (0:2). Auf dem anschließenden Heimweg mit dem “Fiaker” ins Kissingeneck ließ René kurz den Spruch vom “Eurroppapookaal” aufflammen. “Nur noch zweimal gewinnen und Lautern wäre dabei,” war der famose Gedanke der Redaktion. Warum nicht mit Hertha BSC gemeinsam in den Europapokal? Der DFB-Pokal ist schließlich der kürzeste Weg dorthin. (jö)

 
Jörsch posted at 2013-12-4 Category: Allgemein

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