Die Finanzen werden neu sortiert: Hopp träumt von der Fußball-Weltherrschaft

„Ich habe noch nie die Zahl meiner Aktien genommen und mit dem aktuellen Kurs multipliziert.“

(Dietmar Hopp)

IMG_0204Gestern wurde er von den Fußballangestellten der SAP AG und den dazugehörigen Klatschpappenzombies im Fritz-Walter-Stadion am Betzenberg schmerzlich vermisst, der Mann der guten Taten. Bravo, lieber Dietmar Hopp, vielleicht steckt ja doch noch ein Fünkchen Anstand in Ihnen und Sie haben sich wirklich mal für Ihr Projekt “Hoffenheim” geschämt. Mehr als einen Grund dazu hätten Sie ja. Seit gestern Abend wissen wir, dass Ihr Fußballzoo in der 1. Bundesliga bleibt. Danken Sie dem DFB und den Schiedsrichtern, dass es soweit kommen konnte. Zum Verbleib in Liga 1 übermitteln wir Ihnen unsere nicht allzu herzlich gemeinten Glückwünsche.

Ihr Vorbild sei Fritz Walter, haben Sie einmal in einem Interview gesagt. Das ehrt Sie sehr, lieber Herr Hopp. Vielleicht hat Ihnen Ihr Assistenzteam auf dem Weg zur Fußball-Weltherrschaft aber bislang verschwiegen, dass es sich bei dem mittels Ihres Vermögens am gestrigen Abend dahin gestreckten 1. FC Kaiserslautern ausgerechnet um den Verein handelt, den Fritz Walter – selbst als man ihm sehr viel Geld bot – nicht verlassen hat. Dieser Verein war ihm eine Herzensangelegenheit. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion Sie u. a. auch deshalb für Ihre selbstlosen Fußball-Großtaten leider nicht wirklich bewundern kann.

Stolz sind wir jedoch auf die Fans des 1. FC Kaiserslautern, die ihre Mannschaft gestern sensationell und ohne Unterlass unterstützt haben. Die weite aber leider erfolglose Anreise auf den Betzenberg haben unsere heiseren Mitstreiter Peter, Chrissi und Jörsch auf sich genommen. Und Positives gibt es zum Schluss doch noch zu vermelden: Es steht nunmehr fest, dass sich in der nächsten Saison Brigade-Ausflüge nach Frankfurt und in die alte Försterei anbieten. Echte Liebe kennt eben keine Liga. (jö)

 
Jörsch posted at 2013-5-28 Category: Allgemein

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