Bruderkampf ohne Bruder und keine Spielwiederholung in Hoppelheim

“Die Kindheit ist jene herrliche Zeit, in der man dem Bruder zum Geburtstag die Masern geschenkt hat.”

(Sir Peter Alexander Baron von Ustinov)

Was war gestern bloß wieder im Olympiastadion los. 61.538 Zuschauer und Webmaster Andreas haben ein eher taktisch ausgerichtetes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften und Gott sei Dank einen verdienten Sieg der alten Dame sehen können. Unsere Hertha schnuppert nach dem 1:0 (1:0) gegen das Team von Monsieur le Scharlatan nun sogar am höchsten europäischen Fußball-Wettbewerb, dem Europapokal der Landesmeister. Keine Angst, der Redaktion ist nicht entgangen, dass sich die verrohte Version dieses Wettbewerbs mittlerweile Champions League nennt. Ein Wettbewerb in dem auch nationalen Versagern wie dem FC Bayern München wiederkehrend eine solidarische Chance zur Vermehrung ihres Vereinsvermögens eingeräumt wird.

Tribut an die Hauptstadt - Respekt.

Tribut an die Hauptstadt – Respekt.

Es wird höchste Zeit, dass die Hauptstadtmedien endlich abheben und nicht weniger als die Deutsche Meisterschaft von unserem Team fordern. Gut, dass Spieler und Fans der Hertha das deutlich realistischer bewerten werden. Den Treffer zum Berliner Erfolg erzielte in einem recht ausgeglichenen Spiel gegen die lahmenden Fohlen Adrian Ramos, der mit einem grandiosen Kopfballtor aus einer Standardvorlage von Skjelbred in der 36. Minute zuschlug. Mit den drei Punkten gegen die Macht vom Niederrhein (oder war das TuS Koblenz?) hat Hertha jetzt 15 Punkte und verbesserte sich von Rang sechs auf vier. Der Spielausgang ist umso überraschender, weil Trainer Luhukay auf Ronny verzichten musste, der in Hannover in einem zwölfminütigen Einsatz körperlich aufgerieben wurde und sich selbst mit einem Schuss von 119 km/h völlig verausgabt hatte, sodass an einen Einsatz gegen seinen Bruder Raffael nicht zu denken war. Mit letzten Kräften konnte Ronny zur Halbzeit noch den Trikottausch mit seinem Bruder bewerkstelligen. “Wir können stolz auf den Sieg sein. Die Fans dürfen träumen, das ist für uns wunderbar. Wir schauen am 34. Spieltag auf die Tabelle, wir wollen weiter Bundesliga spielen”, gab Michi Preetz von sich. Okay, Michi hat´s halt drauf. Die Redaktion denkt hingegen auch an Spieltag 9 von Spiel zu Spiel und freut sich darauf, dass wir das kommende Spiel gegen München erstmal völlig entspannt sehen können. Danke Jungs, das war vor allem in der Defensive eine taktische Meisterleistung, was Hoffnung für die kommenden Herausforderungen gibt. Anders als in 18,99 € Hoppelheim heult hier auch niemand und verlangt eine Spielwiederholung, obwohl Schiedsrichter Drees in der 63. Minute zu Unrecht das 2:0 für Hertha wegen angeblichen Abseits nicht anerkannte. Gelb-Rot für Stranzl nach einem alltäglichem Foul des Österreichers war ebenfalls zu hart, aber auch Gladbach hat nicht geheult. So ist das eben mit Tatsachenentscheidungen. Kein Wiederholungsspiel. Basta! (jö)

 
Jörsch posted at 2013-10-20 Category: Hertha BSC

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