Brigade Pankoff will raus aus den Schulden

“Was Wachstum schafft, darf sehr wohl mit Schulden finanziert werden.”

(Helmut Schmidt)

Clever: Schuldenfrei dank Flaschenpfand

Ein langes Wochenende steht bevor. Es ist nicht länger als all die anderen Wochenenden. Allerdings ist die Wartezeit bis zum Anstoß des Spiels unserer Hertha in Braunschweig sehr lange. Wir wollen Hertha endlich wieder siegen sehen und müssen noch bis 17.30 Uhr am Sonntag ausharren. Gemein ist das. Was soll man bloß tun? Das nervöse Kribbeln in den Fingern bringt uns auf eine Idee. Die Redaktion stellt sich die Frage, mit welchen Stromkosten die meist nur mäßig gefüllte Schatulle der alten Dame in einem Heimspiel eigentlich belastet wird. Leider werden wir trotz umfangreicher Recherchen zu dieser Frage im Netz nicht fündig. Wir beschäftigen uns zufällig mit Themen wie der Strompreisbremse, die nun dank der Groko doch nicht so richtig kommen soll; jedenfalls keine echte. Die Energiefresser sollen weiter subventioniert werden. Weiter ist zu lesen, dass der Stromüberschuss in Deutschland gigantisch sein soll und der Strompreis deshalb eigentlich nicht steigen müsste. Das sei unsozial und macht uns betroffen. Beim Blick ins Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen wir feststellen, dass es sich bei den Mitgliedern der Brigade Pankoff wohl durchgängig um “nicht-priviligierte Letztverbraucher” handeln dürfte. Das schmeichelt dem eigenen Ego nun nicht gerade, zeigt aber auf wie die Politiker und Technokraten über uns denken. Dann schlägt auf einmal ein Blitz in die eher dröge Nachrichtenlage ein: Im Olympiastadion wurden beim Restaurantumbau sage und schreibe ganze 90 Lampen durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Da kommt ganz schön was zusammen. Mit zwegatschem Eifer wollen wir es jetzt ganz genau wissen. Wir rechnen das mal durch: Brennt eine 60-Watt-Glühbirne 5 Stunden an einem Heimspieltag, verbraucht sie etwa 5,1 Kilowattstunden in einer Saison. Bei einem Strompreis von 0,29 Euro pro Kilowattstunde ergäbe das Stromkosten in Höhe von 1,48 Euro. Eine vergleichbare LED-Lampe verbraucht dagegen nur ca. 10 Watt. Der  Stromverbrauch pro Saison liegt damit nur bei 0,78 kWh und die Stromkosten sind mit 0,23 Euro um ein Vielfaches kleiner. Rechnet man diesen Vorteil auf die 90 neuen Leuchten im Restaurant des Olympiastadions hoch, kommt man zu einer satten Entlastung von 112,50 Euro pro Bundesligasaison. Und da sind die DFB- und Europapokalspiele der Hertha nicht mal mit eingerechnet. Das könnte bei entsprechender Verwendung dazu führen, dass die Schulden der alten Dame in Höhe von etwa 37,35 Mio. Euro schon in 332.000 Jahren nur noch der Schnee von gestern sind. Wir überlegen weiter und stellen fest, dass es mit dem folgendem Konzept sogar noch viel schneller ginge: Mal unterstellt, dass pro Heimspiel etwa 10.000 Getränkeflaschen im Umkreis des Estadio konsumiert, anschließend eingesammelt und 1:1 zum Schuldenabbau verwendet werden, dann brächte das pro Saison bei einem Pfanderlös von 0,08 Euro je Flasche stolze 13.600 Euro in die Vereinskasse. Hertha wäre so schon nach etwa 2.746 Jahren aller Sorgen entledigt. Da kommt Freude auf. Wer ruft Ingo Schiller an und bringt am Sonntag den Flipchart mit ins Kissingeneck? (jö)

 
Jörsch posted at 2013-12-6 Category: Allgemein, Hertha BSC

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