Brigade Pankoff auf dem Weg zu echter Spiritualität

“Wer an die ewige Wiederkehr glaubt, verneint das Wertvollste, das es gibt: Die Einmaligkeit.”

(Manfred Schröder)

Der Vatertag oder Herrentag wird in verschiedenen Teilen dieses Planeten zu Ehren der Väter und Männer zu unterschiedlichen Zeitpunkten begangen. Leuchtendes Vorbild ist Bulgarien. Hier feiert man diesen Ehrentag am 26. Dezember, dem Geburtstag unseres Brigadechefs. Soviel Pragmatismus darf man hierzulande aber nicht erwarten. Traditionell wird der Herrentag in Deutschland bekanntlich an Christi Himmelfahrt gefeiert. Immer exakt vierzig Tage nach Ostern. Das würdige Begängnis dieses Feiertages in illustren Herrenrunden ist Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin und Umgebung entstanden. Insbesondere die jüngeren Burschen sollten in die Sitten und Unsitten der Männlichkeit eingeweiht werden.

Doch die Brigade Pankoff wäre nicht die Brigade Pankoff, würde sie sich mit solch profanen Anliegen zufrieden geben. Nein, sie strebt wie immer mehr, in diesem Fall sogar Spirituelles an. Dazu muss man verstehen, welche Bedeutung Christi Himmelfahrt hat. Es geht um Folgendes: Das Grundereignis ist der Sieg. Gott zieht seinen Sohn heraus und empor. Dies ist ein Triumph über alle Mächte dieser Welt, ein Triumph, an dem alle Christen Anteil haben.* Es geht also um Bewahrung und Aufstieg. Beides ureigene Anliegen der Brigade Pankoff. Kein Wunder also, dass sich der traditionsbewusste Tross diesem religiösen Prinzip gerne anschließt und den Höhepunkt der Bittwoche vor den beiden letzten Spieltagen dieser Saison mit ganz speziellen Interessen im brandenburgischen Himmelpfort begeht. Danke Pille für Deinen Vorschlag, es gibt tatsächlich keinen würdigeren Ort, um den Herrentag zu begehen.

Quelle:„Himmelpfort Urmesstischblatt 2845-1825“ von von Beckendorff - Urmesstischblatt Preußische Kartenaufnahme Blatt Bredereiche 2845 1825 (Wikipedia)

Quelle:„Himmelpfort Urmesstischblatt 2845-1825“ von von Beckendorff “(Wikipedia)

Was erwartet die Brigade bei dieser außergewöhnlichen Auswärtsfahrt? Das Dörfchen Himmelpfort ist ein offiziell anerkannter Erholungsort im Landkreis Oberhavel mit so etwa 400 – 450 Einwohnern. Die Hauptattraktion des Örtchens ist das 1299 gegründete Zisterzienserkloster oder genauer gesagt, das dazugehörige Brauhaus, welches leider im Jahre 2010 durch einen Brand völlig zerstört wurde. Somit ist die Versorgungslage vor Ort [a) Brandenburg & b) Brauhaus abgebrannt] mit viel Wohlwollen als sehr minimalistisch zu bezeichnen. Solchen Herausforderungen begegnet das Organisationsteam um den ortskundigen Pille aber mit Leichtigkeit. Somit muss der geneigte Leser keinerlei Sorge um das leibliche Wohl der Brigade haben. Selbstkasteiung ist im Programm nicht vorgesehen. Es wird dank Pille und Josh – inklusive der 4-Sterne-Unterbringung in frisch restaurierten Eisenbahnwaggons – für alle Teilnehmer bestens gesorgt.

Feierlicher Höhepunkt wird im Übrigen der Besuch des Weihnachtspostamtes sein. Dort werden Herthaner und Pankoffa die Wunschpostkarte für einen Europapokalplatz der Hertha nach der kommenden Saison einwerfen. Die Redaktion wünscht wie immer gutes Gelingen.

Ach so, weshalb der Freitag nach Christi Himmelfahrt „Hagelfreitag“ oder „Schauerfreitag“ genannt wird, konnte vor Redaktionsschluss noch nicht mit letzter Sicherheit ermittelt werden. Wir bleiben dran. (jö)

 

* Zitiert aus Wikipedia – Artikel “Christi Himmelfahrt”

 
Jörsch posted at 2015-5-11 Category: Allgemein

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